Bleib Du selbst. Bleib klar.

Infos für Lehrkräfte

klar bleiben ist eine kostenfreie Maßnahme für Schülerinnen und Schüler zur Prävention bzw. Reduktion von riskantem Alkoholkonsum. Das Programm bietet Ihnen die Möglichkeit, das Thema Alkohol mit den Jugendlichen auf eine innovative Art und Weise zu erarbeiten.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Klasse eine interessante Projektzeit und viel Freude bei der Umsetzung! Sie sind noch nicht angemeldet, möchten aber mit Ihrer Klasse teilnehmen? Dann melden Sie sich an.

Sie können hier eine Powerpointpräsentation über klar bleiben herunterladen, die z. B. auf einem Elternabend gezeigt werden kann. Denkbar sind auch gemeinsame Veranstaltungen mit der Klasse und den Eltern rund um das Thema Alkoholkonsum, z. B. bei einem Tag der offenen Tür. Vielleicht finden sich auch Eltern, die einen Preis für Ihre Klasse stiften, wenn diese ihren Verzicht auf riskanten Alkoholkonsum von Januar bis März erfolgreich einhält.

Weiterführende Hinweise

Was passiert, wenn sich nicht alle Schülerinnen oder Schüler in der Klasse an die Vereinbarung halten?
Damit nicht die gesamte Klasse aus der Verlosung ausscheiden muss, wenn einige wenige sich nicht an die Vereinbarung halten, gibt es die 10 %-Toleranzgrenze: Wenn beispielsweise 25 Schülerinnen und Schüler in Ihrer Klasse sind, dann sind 10 % der Klasse aufgerundet drei Schülerinnen und Schüler. Damit Ihre Klasse an der Verlosung teilnehmen darf, müssen mindestens 22 Schülerinnen und Schüler ohne riskanten Alkoholkonsum bleiben. Haben sich bereits zu Beginn 10 % der Schülerinnen und Schüler Ihrer Klasse dafür entschieden, nicht an klar bleiben - Feiern ohne Alkoholrausch teilzunehmen, so ist die 10 %-Toleranzgrenze bereits ausgeschöpft.
Ausnahmeregelung („Ausrutscher“)
Einmal dürfen in der Klasse bei der Abfrage weniger als 90 % der Schülerinnen und Schüler „rauschfrei“ sein, sollte es ein zweites Mal vorkommen, scheidet die Klasse allerdings umgehend aus der Verlosung aus.
Abbruchkarte
Sollte Ihre Klasse ausscheiden müssen, senden Sie uns bitte die Abbruchkarte zu, die Sie in der Aktionsmappe finden.
Was können Sie tun, wenn Sie vermuten, dass Schülerinnen oder Schüler nicht die Wahrheit sagen?
Die Verantwortung für die Richtigkeit der Antworten liegt prinzipiell bei den Schülerinnen und Schülern selbst, nicht bei Ihnen als durchführende Lehrkraft. Erfahrungsgemäß sind es außerdem häufig die Schülerinnen und Schüler selbst, die skeptisch vor allem andere teilnehmende Klassen beobachten. Dies drückt auch den Wunsch nach fairen Bedingungen aus – es soll keine Klasse einen Preis gewinnen, die sich nicht an die Regeln hält. Sie können diese Zweifel auch als Ausgangspunkt für eine allgemeine Diskussion zu den gerade im Jugendalter relevanten Themen Ehrlichkeit und Vertrauen nutzen.
Was können Sie tun, wenn Schülerinnen oder Schüler negativen Gruppendruck auf Mitschülerinnen oder Mitschüler ausüben?
Bei klar bleiben geht es darum, Gruppendruck im positiven Sinne zu nutzen. Es bietet dafür gute Ansatzpunkte: Durch die gemeinsame Verpflichtung der Klasse wird der Verzicht auf Rauschtrinken und andere riskante Konsumformen als soziale Norm gestärkt. Bezüglich potentieller negativer Auswirkungen von Gruppendruck haben Studien für ähnliche klassenbasierte Maßnahmen zeigen können, dass eine Teilnahme, aber auch ein Ausscheiden aus der Verlosung nicht zu einem Anstieg von Mobbing oder Ausgrenzung in der Klasse führen.
Was können Sie tun, wenn Schülerinnen oder Schüler ihre Mitschülerinnen oder Mitschüler in sozialen Medien bloßstellen?
Es kommt immer wieder vor, dass Text-, Bild- oder Videodokumentationen von Alkoholexzessen oder peinlichem alkoholbedingten Verhalten über das Internet verfügbar gemacht werden. klar bleiben zielt nicht darauf ab, dass Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig überwachen und „Fehltritte“ anderer unmittelbar offenbaren – wenn Sie solche Vorfälle in Erfahrung bringen, sollten Sie sie unbedingt in der Klasse ansprechen. Denn die gemeinsame Verpflichtung und die gegenseitige Beobachtung kann auch als Chance gesehen werden, indem in einem behutsamen Umgang Acht auf einander gegeben wird und man sich gegenseitig zu risikoarmem Konsum ermutigt.
Was sollten Sie für die Umsetzung von klar bleiben noch wissen?
Generell gilt: Wenn Sie Vorfälle von Mobbing oder sozialer Stigmatisierung in Ihrer Klasse beobachten oder darüber informiert werden, machen Sie bitte sofort deutlich, dass das Ziel von klar bleiben - Feiern ohne Alkoholrausch nicht in einer Ausgrenzung einzelner Schülerinnen und Schüler, sondern in der Stärkung des Klassenverbands liegt. Jugendliche, die Alkohol konsumieren und vielleicht schon einmal einen Alkoholrausch – inklusive oder exklusive deutlicher negativer Konsequenzen – erlebt haben, sollten wohlwollend darin unterstützt werden, einen angemessenen, risikoarmen Umgang mit Alkohol zu finden. Wird in der Klasse nach Ausschöpfung aller pädagogischen Maßnahmen in diskriminierender Weise Druck auf Mitschülerinnen und Mitschüler ausgeübt oder werden Schülerinnen und Schüler durch andere bloßgestellt, muss klar bleiben abgebrochen werden.
Was kann ich tun, um die Eltern mit einzubeziehen?
Unzweifelhaft stellen Eltern einen wichtigen Bezugspunkt für Jugendliche dar, sei es als Vorbild oder als Gegenentwurf für den eigenen Lebenslauf. Es bieten sich in jedem Fall verschiedene Formen an, wie Sie Eltern bei der Umsetzung von klar bleiben in Ihrer Klasse integrieren können: In der Aktionsmappe finden Sie die Elterninformation, die Sie bitte Ihren Schülerinnen und Schülern mitgeben.